Varia
... von Ihren Experten für eigentlich eh fast alles.
Orbyz: Algorithmus im Detail
Wie funktioniert der selbstbestimmte Algorithmus von Orbyz wirklich?
Dritter Teil meiner Orbyz-Erkundungsreise
Nachdem ich letzte Woche bezahlt und mich identifiziert habe, ist es nun Zeit, die Plattform wirklich zu nutzen.
Es wird diskutiert …
Ich nehme an einigen Diskussionen teil – rund um Mobilitätsthemen, die mich schon länger beschäftigen aber auch Natur- und Artenschutz (»der böse Wolf«) oder Energie (Atomkraft) und natürlich Social Media. Die bisherige Community diskutiert angenehm unaufgeregt und offen selbst kontroverse Themen. Das ist ein großes Plus!
Grundsätzlich gibt es ein Follower-System, wie man es von anderen Plattformen kennt. Es gibt auch eine Watchlist – deren Funktion hat sich mir aber noch nicht erschlossen.
Der Algorithmus unter der Lupe
Jetzt aber zum eigentlichen Versprechen von Orbyz: dem selbstbestimmten Algorithmus, in der Oberfläche Navigator genannt. Was steckt dahinter?
Es gibt Regler für Filterkriterien, mit denen man den eigenen Feed gewichten kann: Thema, Land, Schlüsselwörter und weitere. Soweit, so gut. Interessant ist, dass man mehrere solcher Algorithmen definieren, abspeichern und dann je nach Bedarf anwenden kann – das eröffnet Möglichkeiten, die andere Plattformen nicht bieten. Der Ansatz gefällt mir sehr gut!
Leider ist Benutzerschnittstelle (UI) Ich arbeite bisher nur am Desktop. noch ziemlich verwirrend: So gibt es zwei SAVE-Buttons, die aber Unterschiedliches tun. Auch das Umbenennen eines der Algorithmen ist hacklig und ein einmal erstellter kann nicht mehr gelöscht werden. Hier wäre eine dezidierte Verwaltungs-Oberfläche hilfreich.
Was mir persönlich sehr fehlt: ein Filter für die Sprache. Ich habe (noch?) keine Möglichkeit gefunden, den Feed auf deutschsprachige Inhalte einzuschränken. Das ist gerade bei einer Plattform mit Nachhaltigkeitsfokus schade, weil lokale und regionale Diskussionen für mich besonders relevant wären und ich mit dem vielen Englisch im Feed wenig Freude habe. Dazu bin ich zu sehr Landei. Oder ich mag halt die deutsche Sprache lieber. Insofern würde mir ein gut übersetztes UI auch noch taugen. Technisch ist so etwas ja inzwischen Standard und quasi auf Knopfdruck umsetzbar.
Dieser Artikel ist Teil der
Serie Orbyz
- 03.03.2026
Erster Blick auf Orbyz
Eine werbefreie Social-Plattform mit Mut zu AI und eigenem Algorithmus. - 06.03.2026
Orbyz im Praxistest: Plausibles Geschäftsmodell, fragwürdige Identifizierung
Ich beginne mich einzurichten auf der werbefreie Social-Media-Plattform Orbyz. - 17.03.2026
Orbyz: Algorithmus im Detail
Wie funktioniert der selbstbestimmte Algorithmus von Orbyz wirklich?
Weitere Artikel aus der
Kategorie Medien
Mit einem Klick durchs Fediverse: Wie man PeerTube-Videos auch ohne Konto liken kann
Warum das ActivityPub-Protokoll mehr ermöglicht, als PeerTube auf den ersten Blick zeigt – und wie bessere Hinweise die Hürden für neue Nutzer senken könnten.
Kontrollverlust beim IStGH: Warum Datenhoheit für Institutionen überlebenswichtig ist
Externe Anbieter, proprietäre Software und zentrale Plattformen: Wie mangelnde Datensouveränität Behörden und NGOs angreifbar macht.