Varia

... von Ihren Experten für eigentlich eh fast alles.


In quantenphysikalische Irrgärten geflüchtet?

Der Wunsch Krisen einfach wegzaubern zu können und sich gesellschafts­politisch nicht engagieren zu müssen, ist verständlich. Aber es ist auch ein Luxus, den wir uns nicht mehr länger leisten sollten.

Grafik: »whow! please change yourself, not others Faksimile Die Presse/Zenita Komad In der Weihnachtsausgabe der Zeitung Die Presse war die nebenstehende Grafik der Künstlerin Zenita Komad mit dem Text »whow! please change yourself, not others« abgedruckten. Nun stellt sich mir die Frage, welche der aktuellen Herausforderungen ich lösen könnte, ohne dabei andere ändern zu wollen? Ein Leserbrief mit der Bitte mir ein paar zu nennen, blieb bis dato unbeantwortet. Und nein, ich glaube nicht, dass sie die Quanten­physik wirklich verstanden hat. Denn es handelt es sich, wie der Name schon sagt, um Physik welche zur Klärung gesellschaftspolitischer Fragen besser nicht angewandt werden sollte.

Was ich aber befürchte: Wer solche Sprüche vor sich herträgt und in unverständliche quantenphysikalische Irrgärten flüchtet, will sich die Mühsal der Überzeugungsarbeit ersparen – eine Bequemlichkeit, die wir uns immer weniger leisten können wie mir scheint. Faksimile des Interviews, in dem die Quantenphysik als Liebeserklärung herhalten muss. (Anmerkung: Die »Liebesspinnerin« ist nicht das hier zitierte Bild. Zum Kontext siehe das gesamte Interview bei den Quellen.)

Quellen

Die Presse (Zenita Komad interviewt von Almuth Spiegler). Wir leben in besonders lichtvoller Zeit 🌐

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Kategorie Gesellschaftspolitik